
Am Samstag empfingen die Zebras aus Linden den Berliner SV an der Fösse. Aus der Hinrunde war hier noch eine Rechnung offen, denn das Spiel in Berlin verloren die Jungs von der Fösse in der letzten Sekunde mit 20:15. Die Jungs waren dementsprechend hochkonzentriert und fokussierten sich schon im Training auf die Aufgabe.
Mit dieser Einstellung ließ der erste Versuch für die Zebras nicht lange auf sich warten und Tibor (4) tauchte bereits in der 9. Spielminute in das Malfeld der Berliner ein. Der junge Verbinder Kiyan (10) erhöhte diesen Versuch zum 07:00.
Die Lindener verloren zu viele eigenen Bälle leichtfertig und ohne Not und produzierten in den Kontaktsituation zu viele Straftritte. Die Berliner nutzen also die Chance sich wieder ins Spiel zurück zu kämpfen und verkürzten das Ergebnis durch einen verwandelten Straftritt auf 07:03. Ein weiterer schöner Stürmerangriff wurde durch Jerry (8) erfolgreich in Punkte verwandelt. Mit dem Spielstand von 12:03 ging es dann in die Halbzeit. Wer nun aber dachte damit wäre der Drops bereits gelutscht hat sich getäuscht.
Die Fehler der Zebras häuften sich und die Berliner witterten Morgenluft und kamen immer besser ins Spiel und spielten mit kurzen einfachen Pässen die Schwarz-Weißen ein ums andere Mal aus. Glücklicherweise verteidigten die Fössebutjer sehr stark und ließen nicht allzu viel zu. Doch irgendwann war es dann so weit und die Berliner liefen zum verdienten Versuch durch ihren Innendreiviertel ein. Auch die Erhöhung passte und so nährten sich die Jungs von der Spree bis auf zwei Zähler an 12:10.

„Die Berliner haben streckenweise das gespielt, was wir hätten spielen sollen. Kurze, schnelle, einfache Pässe auf den Nebenmann und sicheres Ballhandling. Der BSV hat das clever gemacht und wir haben uns das Leben wieder einmal selbst schwer gemacht. Insgesamt hatten wir zu wenig Ballbesitz und zu viele Straftritte gegen uns. Am Ende haben die Jungs sich wieder an ihre Stärken erinnert und das Spiel hierdurch auch verdient gewonnen,“ gibt ein erleichterter Jens Brömer nach dem Spiel zu Protokoll.
Mit dem 12:10 gaben sich die Berliner noch lange nicht zufrieden und gingen dann sogar durch einen weiteren Straftritt zum 12:13 in Führung. Doch durch diese Führung ging nochmal ein Ruck durch die Mannschaft und man wollte auf keinen Fall wieder eine knappe Niederlage gegen die Berliner einfahren. Mit einem schönen Angriff gelang es Yannik (22) das Ergebnis zu Gunsten der Zebras zu korrigieren 17:13. Zum krönenden Abschluss belohnten sich die Lindener dann mit dem vierten Versuch durch Marvin (6) und einer Erhöhung durch Franklin (15) zum 24:13 Endstand.
„Streckenweise war es zum Haare raufen, wie die Jungs sich das Spiel unnötig schwer gemacht haben. Es machte sogar den Eindruck als hätten sich die Jungs vor dem Spiel überlegt heute mal überwiegend im eigenen 22 zu spielen und hierdurch die Defensive zu trainieren. Scherz beiseite. Als Beobachter ohne direkten Zugriff auf das Spiel, ist es an solchen Tagen fast härter, als wenn man aktiv auf dem Platz steht.“(O-Ton von Team- Manager Laurin Sander)
Am Ende steht im zweiten Spiel der Rückrunde der zweite Sieg mit Bonuspunkt auf dem Tableau. Victoria platziert sich mit 23 Punkten aus 8 Spielen auf dem 4. Tabellenplatz der 2. Bundesliga Nord-Ost und somit weit entfernt von einem Abstiegs- oder Relegationsplatz. Aber im Rugby kann es sehr schnell gehen und vermeintliche Favoriten können auch mal gegen einen Außenseiter ins Straucheln kommen. Wo wir schon beim Spiel der nächsten Woche gegen die Löwen aus Leipzig wären. Die Löwen zeigten an diesem Wochenende gegen St. Pauli Nerven und setzen sich in der Hamburger Saarlandstraße mit einem knappen 23:25 durch. Die Zebras können also mit Breiter Brust und gutem Selbstbewusstsein nach Leipzig reisen und sich auch hier vornehmen einen Sieg einzufahren.
Wie schnell es gehen kann, sah man ja auch beim diesjährigen Sechs-Nationen-Turnier. An dessen Finaltag Topfavorit Frankreich gegen – die im Turnier bis dahin schwächelnde Engländer- größte Schwierigkeiten hatten und sich erst in der letzten Sekunde glücklich einen knappen Sieg und somit den Titel erkämpften. Wir bedanken uns beim Berliner SV, dem Schiedsrichtergespann und etwa 300 Zuschauern für die teils lautstarke Unterstützung.
Tim
Die Aufstellung der Zebras:

Die Punkte im Überblick:
Tibor Näther Versuch 05:00, Erhöhung durch Kiyan Tekkal 07:00, Straftritt Berlin 07:03, Versuch durch Jerremie Küster 12:03 (Halbzeitstand)
Versuch durch die Berliner Nummer 13 zum 12:08, Erhöung 12:10, Strafftritt Berlin 12:13, Versuch Yannik Dörfler 17:13, VErsuch Marvin Brömer 22:13, Erhöhung Franklin Karigub 24:13
